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„Respekt Coaches“ können Präventionsarbeit an Schulen fortsetzen

Jugendmigrationsdienst wird in Finsterwalde gestärkt

12.05.2022

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Sitzung am 11. Mai 2022 zum Bundeshaushalt 2022 beschlossen, die Mittel für das Programm „Respekt Coaches“ gegenüber dem Haushaltsansatz im Regierungsentwurf um 15 Millionen Euro zu erhöhen.

„Das sind gute Nachrichten für die wichtige Arbeit der ‚Respekt Coaches‘ in Finsterwalde!“, sagt Hannes Walter. Zahlreiche Träger hatten sich in den letzten Wochen gemeldet und überzeugend dargelegt, wie beeinträchtigend sich die fehlenden Mittel auf die erfolgreiche Umsetzung des Programms vor Ort auswirken würden. Der SPD-Bundestagsfraktion ist es in den parlamentarischen Beratungen zum Bundeshaushalt 2022 gelungen, gemeinsam mit den Koalitionsfraktionen ein positives Signal zur Stärkung der Präventionsarbeit an Schulen zu senden. Insgesamt stehen nun für die „Respekt Coaches“ 36 Millionen Euro im Jahr 2022 zur Verfügung. "Wir freuen uns sehr über die Erhöhung der Mittel. Unsere Mitarbeiterin im Programm kann somit ihre erfolgreiche Arbeit an der Oscar-Kjellberg-Oberschule in Finsterwalde fortsetzen“, sagt Birgit Kaselow, Leiterin des Jugendmigrationsdienstes (JMD) Lübben.

Seit 2018 existiert das Bundesmodellprogramm „Respekt Coaches“. Die Jugendmigrationsdienste (JMD) setzen das Programm in den Schulen gemeinsam mit Partnern um. 2021 wurde es auf Grundlage des Beschlusses der Bundesregierung gemäß des „Kabinettsausschusses zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus“ um das Thema Rechtsextremismus erweitert und finanziell gestärkt. Ziel ist es, ein verständnis- und respektvolles Miteinander an Schulen zu fördern und extremistischen Tendenzen im jungen Alter vorzubeugen. Das Vorhaben wird seit 2018 an insgesamt 663 Kooperationsschulen bundesweit umgesetzt. Mit über 5.700 Gruppenangeboten wurden mehr als 203.000 Schülerinnen und Schüler über die gesamte Laufzeit erreicht. Aktuell sind rund 400 pädagogische Fachkräfte an 445 Kooperationsschulen an 272 Standorten im Einsatz und bieten umfassende Angebote der Demokratieförderung und der politischen Bildung an.

So auch in Finsterwalde. Extremismus, Rassismus, Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sind auch hier die Hauptthemen des Programms „Respekt Coaches“. „Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich in den Gruppenangeboten mit den Werten der demokratischen Gesellschaft und dem respektvollen und toleranten Umgang mit unterschiedlichen Weltanschauungen und Lebensweisen. Die Gruppenangebote greifen auch die aktuelle weltpolitische Situation auf und sind ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Resilienz der Schülerinnen und Schüler“, erklärt Kaselow.

Darüber hinaus konnte für die reguläre Arbeit der Jugendmigrationsdienste eine Erhöhung von 8 Millionen Euro erreicht werden. „Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse ist es wichtig, die Arbeit der Jugendmigrationsdienste verlässlich zu stärken. Denn sie unterstützen bundesweit junge Menschen mit Migrationshintergrund mit individuellen Förderplänen bei der sozialen und beruflichen Integration“, betont Hannes Walter. „Die zusätzlich bewilligten Mittel sollen auch den Erhalt der Beratung für junge Zuwanderinnen und Zuwanderer an den fünf Standorten des Jugendmigrationsdienstes Lübben ermöglichen, die momentan nicht nur durch den Zuzug von Menschen aus der Ukraine besonders gefordert sind“, wünscht sich Kaselow.